{"id":749,"date":"2015-05-01T03:42:06","date_gmt":"2015-05-01T03:42:06","guid":{"rendered":"http:\/\/openspaceworld.org\/wp2\/?page_id=749"},"modified":"2015-05-01T03:42:20","modified_gmt":"2015-05-01T03:42:20","slug":"deut","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/openspaceworld.org\/wp2\/what-is\/deut\/","title":{"rendered":"Was ist denn open space?"},"content":{"rendered":"<p><em>Dieser Text ist von <a href=\"mailto:mmpanne@snafu.de\">Michael M Pannwitz<\/a>\u00a0zusammengestellt in Anlehnung an die Einladung zu der open space-Konferenz &#8220;Was lernen wir f\u00fcr den n\u00e4chsten Krieg in Europa?&#8221; im September 1999 in Wien.<\/em><\/p>\n<p>Konferenz? Tagung? Da denkt mensch an Vortr\u00e4ge mit endlosen Folien, ewigem Sitzen, Langeweile, einem vorgegebenem Programm, das auf alle ein bi\u00dfchen, doch auf niemanden richtig pa\u00dft, an Podiumsdiskussionen, die &#8220;Schlauere&#8221; vorne auf der B\u00fchne f\u00fchren, an R\u00e4ume mit D\u00e4mmerlicht und dahind\u00e4mmernde Teilnehmerschaften. Was mensch sich herbeisehnt sind die angenehmen Pausen und das Treffen und den Austausch mit den KollegInnen.<\/p>\n<p>V\u00f6llig anders bei open space. Es gibt keine Tagesordnung. Zu Beginn der Veranstaltung sind alle dabei, denn in den ersten 1 ? Stunden entsteht die gesamte Arbeits- und Zeitplanung. Dann folgen alle dem, was f\u00fcr sie interessant und wichtig ist.<\/p>\n<p>Wie kommt nun diese Struktur zustande? Am Anfang sitzen alle in einem Kreis, bei mehr als 50 Teilnehmenden in konzentrischen Kreisen. Nach einer knappen Einf\u00fchrung in die Grunds\u00e4tze und das eine Gesetz haben alle, die es wollen, die M\u00f6glichkeit, in die Mitte des Kreises zu gehen und ihre Anliegen zu nennen. Etwas, das auf den N\u00e4geln brennt, am Herzen liegt, wof\u00fcr Bereitschaft besteht, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und an dem mit anderen gearbeitet werden soll. Alle Anliegen sind zul\u00e4ssig, auch wenn sie vermeintlich nicht zum Gesamtthema der Veranstaltung passen.<\/p>\n<p>Wenn die Anliegen an der Wand h\u00e4ngen und Zeiten und Arbeitsr\u00e4ume feststehen, tragen sich alle dort ein, wo sie mitmachen wollen. Das ist der &#8220;Marktplatz&#8221;. Ist er vorbei, beginnen die Gruppen selbstorganisiert zu arbeiten. Sie teilen sich ihre Arbeitszeit und Pausen in dem vorgegebenen Rahmen selbst ein. Manche Gruppen arbeiten zu f\u00fcnft, andere zu siebenunddrei\u00dfig, andere zu zweit. Manche TeilnehmerInnen hummeln von Gruppe zu Gruppe. Jede Gruppe fa\u00dft ihre Ergebnisse, Empfehlungen und Verabredungen selbst zusammen und ver\u00f6ffentlicht diese f\u00fcr alle anderen an der &#8220;Nachrichtenwand&#8221;.<\/p>\n<p>Jeweils abends und morgens und auch zum Schlu\u00df der Veranstaltung trifft sich die ganze Gruppe im Kreis, um Erfahrungen und Eindr\u00fccke auszutauschen.<\/p>\n<p>Vor Schlu\u00df bekommen alle die fertige Dokumentation der Arbeitsgruppenergebnisse in die Hand. Falls geplant, dient diese zur Prioritisierung, Zusammenf\u00fchrung verwandter Anliegen und Entwicklung von Handlungsschritten.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den oben erw\u00e4hnten und zigmal erlebten Konferenzen erfahren die Beteiligten an Ort und Stelle, da\u00df es m\u00f6glich ist und zudem begl\u00fcckt, selbstverantwortlich zu handeln, wesentliche Aufgabenstellungen zu er\u00f6rtern, F\u00fchrung gemeinsam auszu\u00fcben, mit Unterschieden wertsch\u00e4tzend und ressourcenorientiert umzugehen und Handlungspl\u00e4ne zu erarbeiten und zu verabreden. Die Motivation, selbstorganisiert und selbstgesteuert anzupacken wird von der im open space entstehenden Synergie getragen und wandert in das<br \/>\nallt\u00e4gliche Arbeitsleben ein.<\/p>\n<p>Open space wirkt fort: In den K\u00f6pfen, in den Handlungen am Arbeitsplatz, im Stadtteil, in Unternehmensleitungen, im \u00f6ffentlichen Leben, im gesellschaftlichen Diskurs, in der t\u00e4glichen Meinungsbildung&#8230;<\/p>\n<p>Wie das alles genau geschieht, ist noch nicht ausreichend bekannt wird aber sicherlich mit Theorien und Modellen von Selbstorganisierenden Systemen und Lernenden Organisationen weiter erhellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Text ist von Michael M Pannwitz\u00a0zusammengestellt in Anlehnung an die Einladung zu der open space-Konferenz &#8220;Was lernen wir f\u00fcr den n\u00e4chsten Krieg in Europa?&#8221; im September 1999 in Wien. Konferenz? Tagung? 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